Digitale Prozesse Druckluftbranche

Wie Serviceunternehmen in der Druckluftbranche ihre Anlagenverwaltung meistern

Im Vergleich zu klassischen Handwerksbetrieben, sehen sich Unternehmen in der Druckluftbranche mit den Herausforderungen einer komplexen Anlagenverwaltung konfrontiert. Derzeit existieren nur wenige Softwarelösungen, die den komplexen Anforderungen gerecht werden können. In vielen ERP- bzw. Handwerkslösungen können zwar Daten zu den Serviceobjekten hinterlegt werden, allerdings fehlt an vielen Stellen eine entsprechende Detailtiefe und Konfigurationsmöglichkeit. Wir erläutern Ihnen in diesem Beitrag, um welche konkreten Herausforderungen es sich dabei handelt und wie Sie diese am besten lösen können.

Die Herausforderungen der Objekt- und Anlagenverwaltung in der Druckluftbranche


Im Vergleich zu vielen anderen Serviceunternehmen gibt es im Druckluftservice vergleichsweise viele unterschiedliche (technische) Objekte, die es zu warten gilt. Neben dem Kompressor kommen je nach Anwendungsfall noch verschiedene Behälter, Kältetrockner, Adsorber oder Filterstrecken hinzu. Mehrere unterschiedliche Objekte können hier in unterschiedlichen Druckluftstationen zusammenstehen, was softwareseitig entsprechend abgebildet werden muss.

Auch die Objekte selbst, z. B. der Kompressor, können sich in ihrer technischen Grundstruktur stark voneinander unterscheiden. Je nachdem, ob es sich bspw. um einen Kolben- oder Schraubenkompressor handelt, rücken andere technische Komponenten und Eigenschaften in den Vordergrund.

Hinzu kommt, dass die Objekte einer Druckluftstation z. T. unterschiedliche Wartungsintervalle haben, die es im Blick zu behalten gilt. Dabei reicht es meist nicht aus, sich in einfachen Zeitintervallen eine Wartungsmeldung ausgeben zu lassen. Häufig gilt es, zwei Wartungsbedingungen gleichzeitig zu betrachten – z. B. die Wartung nach spätestens 4.000 Betriebsstunden oder alternativ mindestens einmal im Jahr.

Die Lösung: Anlagenverwaltung mit Objektzuordnung

Mit einer spezialisierten Wartungssoftware für die Druckluftbranche sind die oben aufgeführten Anforderungen abbildbar. Im Rahmen der Anlagenverwaltung können den Kunden beispielsweise Anlagen und Objekte zugeordnet werden. Eine grundsätzliche Zuordnung kann dabei wie folgt aussehen:

Kunde Max Mustermann

  • Anlage 1 / Druckluftstation 1
    • Objekt 1 / Schraubenkompressor 1
    • Objekt 2 / Schraubenkompressor 2
    • Objekt 3 / Adsorbtionstrockner

  • Anlage 2 / Druckluftstation 2
    • Objekt 4 / Schraubenkompressor 3
    • Objekt 5 / Schraubenkompressor 4
    • Objekt 6 / Kältetrockner

Neben der reinen Anlagenstruktur können an jedem Objekt wichtige technische Informationen eingetragen werden. Kern-Informationen wie Hersteller, Typ, Serien-Nummer oder Druckstufe sind hier ebenso zu nennen, wie eine objektabhängige Komponentenstruktur. Wichtig wird dies z. B. bei einem Schraubenkompressor, um weitere Daten u. a. zum internen Trockner, der Steuerung oder dem Kondensatableiter aufnehmen zu können.

Bei Bedarf erhält jedes Objekt seinen eigenen Wartungsplan, wodurch anhand von Zeit- und Betriebsstunden durchweg überwacht wird, ob eine fällige Wartung in der nächsten Zeit ansteht.

Weiterhin wird für jedes Objekt innerhalb der Wartungssoftware eine eigene Historie geführt, wo alle Reparatur-, Instandhaltungs-, Gewährleistungs- und Wartungsarbeiten in zeitlicher chronologischer Reihenfolge dokumentiert sind. Hinter jedem Historieneintrag sind sämtliche Dokumente wie Serviceberichte, Prüfprotokolle und Bilder zu finden, wodurch alles transparent eingesehen werden kann.

Wir unterstützen Sie bei einer sauberen Anlagenverwaltung

Erweiterung der Anlagenverwaltung um eine mobile Servicetechniker-App


Durch die Verknüpfung mit einer mobilen Techniker-App können Sie die Effizienz ihrer digitalen Anlagenverwaltung deutlich erweitern. Nicht nur, dass Ihre Techniker über eine App die bereits hinterlegten Stammdaten, Berichte und Fotos einsehen können. Auch das Bearbeiten bzw. Hinzufügen von technischen Informationen ist über die App möglich. So können Sie ihre Techniker aktiv in die Anlagendokumentation einbeziehen und vermeiden unnötigen Mehraufwand, wenn bspw. Fotos per Mail verschickt und nachträglich vom Innendienst eingepflegt werden müssen.

Ergänzend zur Anlagendokumentation, kann selbstverständlich die gesamte Auftragsbearbeitung mobil über ein Tablet oder Smartphone erfolgen. Somit können auch Messwerte, Prüfpunkte, Zeiten und digitale Unterschriften erfasst und über eine Servicebericht-PDF dem Kunden bereitgestellt werden.

 

Fazit:

Ohne eine spezielle Softwarelösung kann die Anlagenverwaltung im Druckluftservice schwer zu händeln sein – insbesondere bei einer wachsenden Anzahl von zu betreuenden Objekten. Setzen Sie daher auf eine spezielle Wartungs- und Servicesoftware, die sowohl den Innendienst als auch die Servicetechniker bei der Anlagendokumentation aktiv unterstützt.

Sie sehen nun Optimierungsbedarf bei der Verwaltung Ihre Anlagen und Objekte? Wir unterstützen Sie gerne.